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Alassio - Dolce Vita

Vom Strand in die Seealpen, vom Blumengarten ins Ristorante. Die ligurische Riviera war nie aus der Mode.


Selten hält sich eine Urlaubsregion über Jahrzehnte beliebt. Alassio und die ligurische Reviera der Provinzen Savona und Imperia hatte viele Hochzeiten - doch nie wirklch ein tief. Auch heutzutage beobachtet man auf der Strandpromenade und in den Bars Besucher aller Altersgruppen. Der gemeinsame Nenner ist Genuß und damit kennt man sich hier aus.

Die Blumenriviera hat ihren Namen zurecht, doch wäre auch "Gemüseriviera" treffend. Hier werden alle Gemüsesorten der italienischen Küche angebaut und die Oliven bei Kennern auf der ganzen Welt beliebt. Dementsprechend stolz ist man auf die lokale Küche und die regionalen Spezialitäten. Sind die Strände das Aushängeschild so sind die vielfältigen Möglichkeiten für Touren zu Fuß, mit dem Rad (Rennrad oder Mountainbike) oder motorisiert mit dem Auto oder Motorrad durch das Hinterland und die Seealpen nicht weniger empfehlenswert.



Hier die "muss man gesehen haben" und ein paar oft übersehen Kleinodien:

Aurelia

Von den Römern angelegter Hauptverkehrswerg der ligurischen Riviera. Von der alten Aurelia sind nur wenige Teilstücke erhalten, doch finden sich an der Küste viele römische Hinterlassenschaften aus der Hochzeit der Aurelia.

Blumenriviera

Der Name "Riviera dei fiori" kommt nicht von ungefähr. Spätestns ab März bis Ende Juli ist die gesamte Küstenregion in ein Blumenmeer getaucht. Blumen sind auch einer der Hauptexportartikel der Region - neben Gemüse und Olivenprodukten.

Alassio Zentrum

100 Jahre Tourismus haben ihre Spuren hinterlassen, doch hat der Zahn der Zeit hier nicht genagt. Wunderschön restauriert hat Alassio das klassiche Flair des "Dolce Vita" gepaart mit moderner Infrastruktur und einem vernünftigen Mittelweg zwischen Massentourismus und elitärem Status.

Colle di Nava

Weniger als ein Fahrtstunde von Alassio befindet sich der wichtigste Pass der Region, der Colle di Nava auf 1000m über dem Meer. Schon die Auffahrt bietet wunderbare Panoramen, oben befindet man sich zwischen den ersten Zweitausendern der Seealpen mit Bergdörfern, Almen und stürzenden Bächen.

Capo Mele

Das landschaftliche Highligh der Küste, der "Apfelkopf", ragt ins Mittelmeer und bietet von 200m über dem Meer ein wunderschönes Panorama auf die Buchten von Alassio/Laigueglia und Andora. Man kann mit dem Auto hinauffahren, noch schöner ist zweifellos eine Wanderung von Andora.



Das Klima in Alassio ist mediterrean mit milden Wintern und Sommern. Hier fällt auch im Winter das Thermometer selten unter 10 Grad.

Aber hinter Alassio beginnen gleich die Seealpen, das bedeutet bereits wenige kilometer weit im Hinterland deutlich geringere Temperaturen. Was im Sommer eine willkommene Erfrischung ist, kann im Frühjahr und Herbst schon empfindlich kühl werden. Im Winter kann man bereits 45 Minuten Fahrzeit von Alassio entfernt auf schneebedeckte Berge treffen.

Der FrühlingBereits im MÄrz ist der Frühling deutlich zu spüren und auch die Flora beginnt zu erwachen. Während Anfang April sich erstere "T-Shirt-Tage" noch mit kühlen Regenschauern abwechseln, ist ab Ende April bereits bestes Urlaubswetter mit voller Blumenpracht, Temperaturen über 20 Grad und wunderbarer Fernsicht.

Anfang Juni beginnt im Mittelmeer der Sommer. Das Meer ist jetzt warm genug zum baden, die "Bagnos" öffnen und auch die letzte Boutique erwacht aus dem Winterschlaf. Sommer ist Touristensaison mit all seinen Vor- und Nachteilen. Auch wenn meist vom Meer her ein laues Lüftchen geht, kann es doch auch abseits der Strandpromenaden recht stickig werden. Dann erklärt sich auch der Sinn der traditionellen ausgiebigen Mittagspause.

Im Herbst hat man oft die beste Sicht und kann von den umliegenden Hügeln bis nach Cinque Terre sehen. Das warme Wasser des Mittelmeers sorgt dafür, dass es abends auch noch 15 Grad Celsius und mehr sind und man bis Ende September noch im Meer baden kann. Die Bagnos sind nur noch halb gefüllt und auch in den Geschäften und Restaurants sind wieder mehr Einheimische als Touristen zu finden. Die ist auch die beste Zeit für ausgedehnte Wanderungen zu Fuß oder mit dem Rad im ligurischen Hinterland. Ab Mitte Oktober wird es dann auch deutlich kühler und regnerischer und im November wird es auch mal empfindlich kalt und neblig, im Dezember fällt in den Seealpen der erste Schnee.

Der Winterschlaf an der Riviera ist nur kurz kann durchaus mit dem mitteleuropäischen Herbst verglichen werden, wenn auch nicht ganz so niederschlagsreich. Nachts kann es in den Tälern schon einmal frieren, an der Küste verhindert dies die letzte Restwärme vom Mittelmeer. Trotzdem ist ein Bad darin nur abgehärteten Naturen zu empfehlen. In dieser Zeit muss man auch damit rechnen, dass viele Geschäfte und Restaurants geschlossen sind, die nicht auch eine ausgeprägte einheimische Stammkundschaft haben.



Die optimale Bekleidung beim Besuch von Alassio hängt stark von der Jahreszeit und dem geplanten Aktivität ab. Für den Strandgang im Sommer reicht natürlich ein Pareo oder schnell übergezogene Bluse/Hemd und Shorts für den mittäglichen Bummel und Restaurant-Besuch (Badebekleidung außerhalb der Bagnos wird nicht gerne gesehen). Für Stadtausflüge ist wegen des häufigen Kopfsteinpflasters absatzloses und bequemes Schuhwerk zu empfehlen, wir üblich in Italien sollte man religiöse Stäten nur mit bedeckten Schultern und Knien betreten. Für Entdeckungstouren im Hinterland reichen Sportschuhe oder leichtes Wanderschuhwerk. Ein leichter Wanderrucksack ist sehr zu empfehlen, da Quellen und Wirtschaften auf den meisten Wanderstrecken nicht zu finden sind. Bei stärkerer Wolkenbildung solle auch eine leichte Regenjacke zum Tourengepäck gehören.

Abends An der Riviera ist es üblich, auch zu einfachen Restaurants nicht in Jeans und T-Shirt zu gehen, eine leichte Stoffhose und Leinen- oder Madras-Hemd entsprechen am ehesten dem Kleidungsstil der lokalen Bevölkerung. Kurze Hosen oder Sportschuhe zum Abendessen sind verpönt. Außerhalb des Hochsommers empfiehlt es sich für einen abendlichen Bummel oder Spaziergang eine leichte Fleece-Jacke dabei zu haben. Die von den Einheimischen zwischen November und Februar getragenen Winter oder sogar Daunenjacken sind aus der Sicht eines Mitteleuropäers zweifellos ein wenig übertrieben; eine wetterfeste Stoffjacke mit einem leichten Pullover darunter ist nur in Ausnahmefälen an der Küste nicht ausreichend.

Das beste VerkehrsmittelEntlang der Palmen- und Blumenriviera geht eine regelmässig bediente Bahnlinie, die das "Springen" zwischen den einzelnen Badeorten vereinfacht, vor allem wo in diesen besonders in der Hochsaison meist große Parkplatznot herrscht. Ein Busnetz ist auch vorhanden, aber für Touristen nicht eng genug geknüpft und die Strecken meist zu selten bedient. Wer also nicht nur am Meer bleiben möchte, kommt um das eigene Auto oder den Mietwagen nicht herum. Dank der Küstenautobahn "Autostrade dei Fiori" ist die Region aber optimal an das europäische Straßennetz angebunden und ist von der Schweizer Grenze/Chiasso in weniger als 3 Stunden zu erreichen.

Radtouren. Das ligurische Hinterland ist Radfahrland. Während die Küstenstraße zwar sehr schön, aber sehr stark befahren ist, öffnen sich Richtung Seealpen wunderschöne Radtouren für Rennrad und Mountain Bike. Wenig befahrene Straßen mit wunderschönen Panoramen Richtung Meer und Berge, Wirtschaftswege, die sich über die Kämme schlängeln und Passfahrten, die auch im April und Oktober noch mit angenehmen Temperaturen locken, lassen jedes Radfahrer-Herz höher schlagen.



Und hier noch ein paar weiterführende Links...

Wikipedia-Eintrag

Sehr ausführlicher Artikel mit einer Vielzahl von Fakten und Statistiken.

Webcam Alassio

Minütlich aktualisierter Blick vom Ortsausgang Alassio Richtung Laigueglia und zum Capo Mele

Commune die Alassio

Offizielle Touristik-Homepage der Gemeinde Alassio auf deutsch.

Alassio Film/Diaschau

Stimmungsvoller Film mit Alassio-Bildern auf YouTube.


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